Zwischen den Lesungen

Juni 28, 2008

Gegen halb vier war es dann geschafft. Man hatte sich den gestrigen Tag der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt angesehen, und fühlte nun den Drang, noch ein wenig vor die Tür zu gehen, noch ein wenig unter Leute zu kommen. Man fühlte sich, als hätte man den Abend erst begonnen, als würde man ihn seinem eigentlichen Ziel erst zuführen und es war ja auch noch hell. Blieb nur die Fragen, wohin gehen? Wie sich herausstellte, hatte der Rest der Stadt den Abend schon hinter sich bzw. war gerade dabei, ihn hinter sich zu bringen. Zuerst also in den Retroweltraumladen, wenn da niemand mehr wäre, könne man sowieso gleich wieder nach hause gehen.

Man trank ein Bier und ging. Erschreckend war, dass sich auch hier schon die Unsitte breit gemacht hatte, Pfandchips auszuteilen bzw. überhaupt Glaspfand zu nehmen. Servicewüste. Ansonsten war es dort so, wie es immer ist. Also irgendwie einerlei.

Man machte sich auf den Heimweg, fotografierte Tische, Kreuzungen und Hunde des wegs kommender Passanten.

Folgend schaukelte man, bis die Ketten knickten.

Schließlich kaufte man noch Essen für den heutigen Morgen, damit zum Kopfschmerz sich noch Übelkeit einstelle und man etwas zu tun habe, während des zweiten Tages der deutschsprachigen Literatur, dessen erster Teil nun doch wieder auf Video angesehen werden muss. Nächstes Jahr guckt man besser mal ohne Zeitverschub. Die Chapattis waren übrigens unverschämt teuer.

Eine Antwort zu “Zwischen den Lesungen”

  1. [...] 24 Stunden Bachmannpreis. Ich gucke immer noch und schon wieder auf Video (Longplay), da ein nächtlicher Ausflug das Zusehen ab neun verhinderte (Möglichkeit [...]

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